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Winterstein Sintett
Auf den Spuren von Django Reinhardt und seinen Erben! Vor ca. 6 Jahren begründete Rehan Syed mit seinen Schülern Dino Winterstein, Nucki Winterstein, Dito Winterstein und Sancho Dombrowsky (geb. Winterstein) das „Winterstein Sintett“. Es folgte eine echte Erfolgsgeschichte der Band! Was als Schülerband begann wird heute für alle möglichen Anlässe und Konzerte gebucht. Mit Laurent Flandin am Bass und Gesang kam ein sechstes Bandglied hinzu und ist heute nicht mehr wegzudenken. Bekannt wurde die Band auch durch das erfolgreiche Theaterstück am Neunerplatz, „Django, eine Geschichte mit Bildern und Musik“ unter der Leitung von Wolfgang Salomon.
Gesanglich wird die Band häufig von den Zwillingen Jamira und Lateefah Windgassen als Specialguests bereichert.
Im Programm sind Jazz Stücke von Django Reinhardt, Chansons und traditionelle Lieder der Sintis.

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Django Reinhardts Musik begeistert am NeunerplatzWinterstein-Sintett und Rehan Syed begeistern im Theater am Neunerplatz

In seinem letzten Lebensjahr veröffentlichte der deutsche Grafiker, Trickfilmer und Autor Frans Haacken (1911 – 1979) das Kinderbuch „Django“. Auf 17 ganzseitigen grotesk überzeichneten Illustrationen stellt der gebürtige Aachener das Leben und Sterben des Gitarristen Django Reinhardt (1910 bis 1953) aus einer belgischen Musiker-Familie der Sinti dar.

Er war der Schöpfer und prominentester Vertreter des Gypsy Swing, einer Form des Jazz, der Elemente des Dixieland, der französischen Musette-Musik und der Roma-Musik vereinigte. In verschiedenen Formationen, unter anderem mit dem legendären Quintett du Hot Club de France um den Geiger Stephane Grapelli, kam Reinhardt zu Weltruhm und verkaufte Millionen von Schallplatten. Er musste eine eigene Grifftechnik entwickeln, weil er nach einem Feuer-Unfall nur noch Daumen, Zeige- und Mittelfinger uneingeschränkt bewegen konnte.

Haackens Buch ist die Grundlage eines Projektes „Django, eine Geschichte in Bildern“, das der Würzburger Wolfgang Salomon im ausverkauften Theater am Neunerplatz vorgestellt hat. Es wendet sich an Kinder ab sechs und deren Eltern. Den musikalischen Part übernimmt der vorzügliche deutsch-pakistanische Gitarrist Rehan Syed zusammen mit dem Winterstein-Sintett, das aus Gitarre spielenden Mitgliedern der bekannten Würzburger Familie und dem französischen Schlagbass-Artisten Laurent Flandin besteht.

Salomon spricht in einfacher Sprache über die Zeit, in der Django Reinhardt gelebt hat („es gab noch kein Fernsehen“), beschreibt die Kultur der Sinti und Roma, und auch die Vorurteile, denen die Volksgruppe ausgesetzt war und teilweise noch ist. Immer nach wenigen Sätzen kommen die Musiker dran, in denen die Wintersteins, der 12-jährige Sancho, der 14-jährige Ditto, der 28-jährige Dino und als Blickfang die junge Dame Nucki (16) in roter Rüschenbluse, schwarzem Faltenrock und roter Blume im schwarzen Haar sowie Flandin den Rhythmus vorgeben.

Darüber legt Syed mit virtuos flinken Fingern Melodie und deren Variationen. Wenn gesungen wird, dann in Romanes, der Sprache der Sinti und Roma (mit der Ausnahme „Sous le ciel de Paris“). Sogar die kleine Schandi (8) darf auf die Bühne.

Zu Djangos Lebens-Abschnitten erscheinen Haackens Bilder an der Bühnenwand. Ein zunehmend animiertes Publikum, darunter viele Verwandte und Bekannte der Wintersteins, nimmt die rassige, rhythmisch perfekt gespielte Musik („Swing Gitan“, „Bei mir bist Du schön“ „Blues clair“, „Kel Layla Kel“ oder „O letsch to gurgo“) begeistert auf. Bravo-Rufe und Zugaben bei diesen 65 Minuten, die es in sich haben.